Erzählform für einen Roman - brauche bitte eure Meinung!

Diskutieren, plappern und erzählen soviel Ihr wollt - solange die Netiquette respektiert wird.

Welche der beiden Romananfänge gefällt euch besser?

Version 1 gefällt mir besser
6
50%
Version 2, die Ich-Form, gefällt mir besser
2
17%
Ich finde beide gleich gut
4
33%
Ich finde beide gleich schlecht
0
Keine Stimmen
 
Abstimmungen insgesamt: 12

Yoro
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Erzählform für einen Roman - brauche bitte eure Meinung!

Beitrag von Yoro » So 4. Feb 2018, 23:59

Ihr Lieben, das hier wird jetzt etwas länger.
Ich schreibe ja schon seit längerem an einem Fantasy - Krimi, bis jetzt in personaler Erzählperspektive ("blablublaberschwafel", sagte er und schmiß die Tür hinter sich ins Schloss.)

Soweit so gut, aber jetzt bin ich auf die entweder großartige oder auch völlig bekloppte, genau das ist mein Problem, Idee gekommen, auszuprobieren, wie sich das Ganze in Ich-Form liest. Also die ersten drei Seiten umgearbeitet und beide Anfänge miteinander verglichen. Das heißt, ich habs versucht, aber ich kann beim besten Willen nicht sagen, welche Form mir nun besser gefällt, sie haben beide ihre Vor- und Nachteile. Bei der eigenen Schreibe ist man ja sowieso relativ betriebsblind, deswegen würde es mir unheimlich weiterhelfen, dazu möglichst viele, unabhängige Meinungen zu hören. Wenn ihr euch also die Mühe machen wollt, beide Anfänge, jeder hat gut 3 Tippseiten, mal durchzulesen und mir dann zu sagen, welcher davon euch besser gefällt, wäre ich zutiefst dankbar.

Keine Sorge, das hier verlangt keinerlei Betaarbeit oder irgendwelche Verbesserungsvorschläge, ihr braucht lediglich anzukreuzen. Wenn ihr trotzdem etwas dazu sagen/anmerken/mitsenfen möchtet, könnt ihr das sehr gerne machen, ich freu mich wirklich darüber. Ich hab auch wirklich kein Problem, wenn ihr den Anfang schlecht, langweilig, mies oder sonstwie daneben findet, aber wenn ihr mir das in so einem Fall auch begründen würdet (keine Pflicht!!!) wäre ich mehr als happy!

so, genug gelabert, here we go:

*****************************************************************************************************************************
Version 1, personale Erzählform

Morgendämmerung. Der heraufziehende Tag, der sich verschlafen die Dunkelheit aus den Augen blinzelte, hatte sich noch nicht entschieden, ob er ein guter oder ein weniger Guter werden wollte, als ihn ein rhythmisches Klappern aus seinen Überlegungen riss. Was bei allen Drachenschuppen veranstalte zu dieser frühen Stunde ein solches Getöse?
Die stets so traumverloren vor sich hinschlummernden Steine schienen unschuldig, vielmehr stapfte eine unscheinbare Gestalt in Holzpantoffeln merkwürdig abgehackt durch die Gassen. Gelegentlich hielt sie inne, hob etwas vom Boden auf, um es gleich darauf wieder wegzuwerfen. Feuerstein? Nutzlos. Flusskiesel? Überflüssig. Noch ein Kiesel? Braucht kein Mensch. Kalk? Na toll, das fängt ja großartig an.
Der eigenartige Rhythmus ihrer Schritte passte zu einem Abzählreim, den die frühe Wanderin zudem vor sich hin murmelte:
«Zu Thorlagard, wo Drachenschwingen
euch einst gebracht an diesen Ort ...»
Um die Zeit des Morgengrauens herum war das eine gewohnte Erscheinung: Bobba Edrastochter, die auf diese eigenartige Weise den Weg zu ihrer Arbeitsstätte zurücklegte, und wie immer sah sie dabei aus, als wäre es eine Angelegenheit von Leben und Tod.
Mit verhaltenem Schwung bog sie um die nächste Kurve, bemüht, die mit Raureif überzogenen Stellen zu vermeiden. «Au verflucht!»
Bobba hielt sich den Ellenbogen, den sie sich an einer der steinernen Drachenstatuen angestoßen hatte. «Elende Viecher, was muss man auch an jeder Ecke über euch stolpern!»

Tatsächlich war das kleine Bergdorf von diesen Statuen regelrecht überfüllt, es gab sie in nahezu allen Größen und aus so ziemlich jedem verfügbaren Baumaterial. Selbst die Kinder trugen ihren Teil bei und bauten im Winter welche aus Schnee. Alles in allem entschieden zu viele, befand Bobba und bedachte den Drachen mit einer verächtlichen Geste des Mittelfingers.
Dann wickelte sie ihre Tunika enger um sich und nahm den rhythmischen Singsang wieder auf:
«Bis blutig rot die Funkenklingen
das Silberlied der Erde singen ...»

Ein eisiger Wind pfiff um die Hausecken; er verbreitete den Geruch von Schnee, und jene Art von Kälte, die einem tief in alle Knochen zu kriechen schien. Möglicherweise wäre das Schafsfell, das ihre Mutter ihr aufzuschwatzen versucht hatte, doch keine so schlechte Idee gewesen? Bei diesem Gedanken loderte der Zorn gleich einer wohlig wärmenden Flamme durch Bobbas Körper. Was kümmerte es die dumme Schnepfe, ob ihre Tochter fror oder nicht? Damals, als es drauf angekommen wäre, da hätte sie Acht geben sollen, aber jetzt ... jetzt konnte Bobba dankend auf ihre Fürsorge verzichten.

Sie hielt kurz inne und betrachtete missmutig das Farbspiel des anbrechenden Tages. Soeben schickte die Sonne ihre ersten, vielversprechenden Strahlen über Frostrachens Kiefer, die Gipfel des Gebirgszuges, welcher das gesamte Tal umschloss. Mit etwas Glück würde der Frühling nicht nur endlich Einzug halten, sondern seinem Namen ausnahmsweise auch einmal gerecht werden.
Höchste Zeit, dass es ein bisschen wärmer wird, fand Bobba. Verdammter Winter, verdammte Kälte, verdammte Tageszeit, und was bei sämtlichen verfaulten Drachenzähnen hab ich nur verbrochen, dass ausgerechnet ich bei den Erdwühlern gelandet bin? Verdammte Ungerechtigkeit!
Jammern machte die Sache nicht besser, das zumindest hatte Bobba längst begriffen, außerdem beanspruchte gerade ein ganz anderes Problem ihre volle Aufmerksamkeit.
Ich glaubs nicht, wo versteckt sich das Zeug heute bloß? Mit wachsender Verzweiflung suchte sie den Boden ab. Flechtenschiefer? Granit? Vergiss es. Sandstein? Kann ich nicht brauchen. Noch mehr Kiesel? Zur Hölle damit, wenn das so weitergeht, gibts eine Katastrophe!
Sie biss die Zähne zusammen, marschierte weiter und zwang dabei ihre Gedanken zurück zu ihrem Abzählreim:
«... erst dann dürft ihr wieder fort.»

Was auch immer der ursprüngliche Sinn dieses alten Kinderreims gewesen sein mochte, Bobba verwendete den Vers als eine Art Orakel: Von der Tür ihres Elternhauses bis hin zu Meister Elmerards Höhle reichten die Schritte, um ihn genau achtzehnmal durchzugehen. Gelang es ihr, auf dem Weg einmal pro Reim ein Stückchen Moosquarz zu finden, der gelegentlich aus den Felswänden heraus auf die Straßen herunterbröckelte, stand ihr ein guter Tag bevor. Wenn nicht, nun, da gab es eine Menge Abstufungen.

Mittlerweile begann das übrige Dorf zu erwachen, eine Fensterhöhle nach der anderen erstrahlte im Licht der Talglampen. Bald, sehr bald würde in den Gassen ein reges Treiben herrschen. Zahllose mögliche Begegnungen, jede einzelne von ihnen eine potenzielle Gefahrenquelle, die es, so gut es ging, zu vermeiden galt. Aber nicht nur die Zeit wurde knapp, auch die Reime gingen ihr langsam aus. Der von zwei gewaltigen Granitpfeilern flankierte Eingang zur Höhle der Erdbereiter gähnte ihr bereits gleich einem hungrigen Maul einen Willkommensgruß entgegen, doch diesmal hatte Bobba nichts, womit sie ihn besänftigen konnte. Es passierte selten, dass sie achtzehn Quarzstücke fand, dass sie jedoch vollkommen leer ausging, hatte sie noch nie erlebt. Panik streckte ihre gierigen Krallen aus, Bobbas Magen krampfte sich vor Entsetzen zusammen und trotz der Kälte stand ihr der Schweiß auf der Stirn.
Zu Thorlagard, wo Drachenschwingen ...
Es würde ein übler Tag werden. Garantiert einer von den richtig schlimmen, das war so sicher wie Schnee zu Mittwinter.

***********************************************************************************************************************************************************

Version 2, Ich-Form

Morgengrauen. Ein wundervoller Wintertag brach an und hüllte ganz Thorlagard ... ach was, vergesst dieses Geschwafel. So beginnen die Geschichten, die man kleinen Kindern erzählt, in denen nie etwas Schlimmes passiert und die immer gut ausgehen.

Für mich hat Morgengrauen nichts Wundervolles, die Betonung liegt vielmehr auf der zweiten Worthälfte: Grauen. Ein Gefühl mit unzähligen Variationen und noch mehr möglichen Ursachen, kaum ein anderes Wort wird so sehr unterschätzt wie dieses. Ein Morgen ohne Angst? Ja, sowas solls geben, nur habe ich längst vergessen, wie sich das anfühlt.

Bis jetzt ist alles wie gehabt, es ist Winter, es ist zu kalt, zu früh und zu duster, ich bin zu müde und zu ängstlich, und ich bin auf dem Weg zur Arbeit. Ein Morgen wie jeder andere auch.
Während ich über das Kopfsteinpflaster tipple, sammle ich kleine Steine auf, schaue sie mir an – und werfe sie wieder weg.
Feuerstein? Nutzlos. Flusskiesel? Überflüssig. Noch ein Kiesel? Braucht kein Mensch. Kalk? Na toll, das fängt ja großartig an.
Es läuft absolut nicht, wie es sollte, und ich habe Mühe, mich auf meinen Abzählreim zu konzentrieren, in dessen Rhythmus ich mich vorwärts bewege, immer einen Schritt pro Silbe:
«Zu Thorlagard, wo Drachenschwingen
Euch einst gebracht an diesen Ort ...»
Wahrscheinlich denkt jeder, dass ich einen ziemlichen Sprung in der Schüssel haben muß, na klar, die bekloppte Bobba mal wieder. Aber ich weiß es besser, und die Macht von Ritualen wird auch völlig unterschätzt.

Jetzt aufpassen, die nächste Kurve kenne ich schon, da gibts eine ganz fiese, glatte Stelle ... «au verflucht!»
Soeben hatte meine Schulter einen Zusammenstoß mit einer der steinernen Drachenstatuen. Schon wieder mal. «Elende Biester, was muss man auch an jeder Ecke über euch stolpern!»
Irgendwie seltsam, aber unser kleines Bergdorf ist von ihnen regelrecht überfüllt, es gibt sie in nahezu allen Größen und aus so ziemlich jedem verfügbaren Baumaterial. Selbst die Kinder tragen ihren Teil bei und bauen im Winter welche aus Schnee. Früher habe ich dabei auch mitgemacht, heute hält sich meine Begeisterung für Drachen stark in Grenzen. Ich finde, wir haben entschieden zu viele davon, aber mich fragt ja niemand.
Egal, mach dir nen schönen Tag, du dämliches Vieh, ich muß weiter.
Wo war ich stehen geblieben? Ahja, hier:
«... Bis blutig rot die Funkenklingen
das Silberlied der Erde singen ...»

Ein eisiger Wind pfeift um die Hausecken; er verbreitete den Geruch von Schnee, und jene Art von Kälte, die einem tief in alle Knochen zu kriechen scheint. Vielleicht wäre das zusätzliche Schafsfell, das meine Mutter mir aufschwatzen wollte, doch keine so schlechte Idee gewesen? Bei diesem Gedanken loderte die Wut gleich einer wohlig wärmenden Flamme durch meinen Körper. Was kümmert es die dumme Schnepfe, ob ihre Tochter friert oder nicht? Damals, als es drauf angekommen wäre, da hätte sie Acht geben sollen, aber jetzt ... jetzt kann ich dankend auf ihre Fürsorge verzichten.
Ja, ich weiß, ich hab mal wieder furchtbare Laune, aber diese Tageszeit ist einfach nichts für mich.

Soeben schickte die Sonne ihre ersten, vielversprechenden Strahlen über Frostrachens Kiefer, die Gipfel des Gebirgszuges, welcher das gesamte Tal umschließt. Ein richtig schönes Farbspiel ist das, und mit etwas Glück wird es auch bald Frühling. Es ist echt höchste Zeit, dass es ein bisschen wärmer wird. Verdammter Winter, verdammte Kälte, verdammte Tageszeit, und wenn wir schon dabei sind, was bei sämtlichen verfaulten Drachenzähnen hab ich nur verbrochen, dass ausgerechnet ich bei den Erdwühlern gelandet bin? Verdammte Ungerechtigkeit!

Jammern ändert nicht das kleinste Bisschen, das zumindest habe ich kapiert, außerdem hab ich gerade ein wirklich ernstes Problem.
Wo versteckt sich das Zeug heute bloß? Mit wachsender Verzweiflung suche ich den Boden ab. Flechtenschiefer? Granit? Vergiss es. Sandstein? Kann ich nicht brauchen. Noch mehr Kiesel? Zur Hölle damit, wenn das so weitergeht, gibts eine Katastrophe!
Zähne zusammenbeißen, weitermarschieren, das wird schon, und zurück zum Abzählreim:
«... erst dann dürft ihr wieder fort.»

Was diese Zeilen eigentlich bedeuten? Keine Ahnung, aber den Reim kennt hier jedes Kind. Ich verwende ihn als eine Art Orakel: Von unserer Haustür bis hin zu Meister Elmerards Höhle reichen meine Schritte, um ihn genau achtzehnmal durchzugehen. Wenn ich dabei einmal pro Zeile ein Stückchen Moosquarz zu finden, der gelegentlich aus den Felswänden heraus auf die Straßen herunterbröckelt, wird der Tag, na ja, wenigstens einigermaßen annehmbar. Wenn nicht, nun, da gibts eine Menge Abstufungen.

Mittlerweile wacht das restliche Dorf auf, eine Fensterhöhle nach der anderen erstrahlt im Licht der Talglampen. Nicht mehr lange, und in den Gassen wird ein reges Treiben herrschen. Lauter mögliche Begegnungen, jede einzelne von ihnen eine potenzielle Gefahrenquelle, die ich, so gut es geht, zu vermeiden versuche. Aber nicht nur die Zeit wird knapp, auch die Reime gehen mir so langsam aus.
Der von zwei gewaltigen Granitpfeilern flankierte Eingang zur Höhle der Erdbereiter gähnt mir bereits wie ein hungriges Maul seinen Willkommensgruß entgegen, doch diesmal habe ich nichts, um ihn zu besänftigen. Es passiert selten, dass ich achtzehn Quarzstücke finde, dass ich aber völlig leer ausgehe, das ist heute eine Premiere. Panik streckte ihre gierigen Krallen aus, mein Magen krampft sich vor Entsetzen zusammen und trotz der Kälte steht mir der Schweiß auf der Stirn.
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Re: Erzählform für einen Roman - brauche bitte eure Meinung!

Beitrag von adDraconia » Mo 5. Feb 2018, 00:43

Hui..das wid spannend!

Also, ich habe mir jetzt beide durchgelesen. Erstmal, die Story ist schon fesselnd. Ich möchte doch gerne wissen, was für Ängste denn Bobba hat und warum ihr der Moosquarz so ungeheuer wichtig ist..und..und und :;:

So, nun zum Schreibstil, danach fragst du ja. Ich persönlich mag eigentlich die Ich-Form gar nicht. Es gibt Bücher, die finde ich vom Klappentext her schon super spannend, wenn ich sie aber aufschlage und seh, dass sie in Ich-Form geschrieben sind, lege ich sie wieder weg. Es passiert ganz selten nur, dass ich solche Bücher wirklich lese. Die letzten waren die Tribute von Panem. Und selbst da habe ich mich erst überwinden müssen..

Bei dir hier liest sich aber die Ich-Form sehr viel flüssiger, emotionaler und man baut mit der Heldin (?) schneller eine Bindung auf, kann sich in sie hineinversetzen. Das ist gut. Allerdings kommst du hier ein paar Mal mit den Zeiten durcheinander.

Die personale Form finde ich umständlicher zu lesen, der erste Satz ist z. B. schon sehr verwirrend. Von wem ist die Rede? Wer denkt das? Der Tag? Ich musste erst überlegen, kann aber auch daran liegen, dass ich momentan eh nicht so gut im Nachdenken bin :;:
Eigentlich liegt es tatsächlich hierbei nur am ersten Satz, danach ist es super und verständlich (für mich).

Tja, ob das jetzt so hilfreich war, wage ich zu bezweifeln :;:
Jedenfalls liest sich die Geschichte schon spannend (wie bereits gesagt) und macht Lust auf mehr.

Ich habe "beide gleich gut" gewählt.
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Re: Erzählform für einen Roman - brauche bitte eure Meinung!

Beitrag von CellarDoor » Mo 5. Feb 2018, 10:09

Uhhh, wenn das rauskommt oder du wen brauchst zum lesen *MELD*
Sag bescheid, das klingt nach tollem Lesestoff!

So und nun zu deiner Frage.
Ich mag die Ich Form nicht sonderlich wenn ich ein Buch lese und ist es ein gutes, tauche ich ganz schnell in die Geschichte - die Welt ein. Da stört mich die Ich Form immer etwas bei.

Allerdings muss ich Draci zustimmen, deine Ich Form hier hat mehr Pep und verleitet zum angenehmen Schmunzeln, schon im ersten Satz.
Zumindest bei mir.

Variante 1 kommt mit seinem Anfang so..."Wie immer" her.
So kennen wir es auch aus den anderen Büchern dieser Art.
Variante 2 ist viel frischer, peppiger - ich mags!

Wenn du Variante 2 mit 1 verbinden kannst wäre das ein Must Have Buch für mich!

PS: gewählt habe ich V1 da es mir halt einfach besser gefällt im allgemeinen.

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Re: Erzählform für einen Roman - brauche bitte eure Meinung!

Beitrag von Sibylle » Mo 5. Feb 2018, 10:44

Das sind drei Seiten? Nie im Leben - ich will mehr! :ja: Ein ausgesprochen vielversprechender Anfang...
...wobei mir die erste Version besser gefaellt. Mir, als Leser, bleibt so eher die Freiheit, mich mit Bobba zu solidarisieren, oder mich ueber die dumme Ziege aufzuregen - waehrend ich die Geschichte verschlinge. So in den Kopf der handelnden Person gestopft zu werden, hat fuer mich den Effekt, dass ich schneller aus der Erzaehlung kippe, wenn ebendiese Person etwas tut, was meinen Handlungsweisen zuwider laeuft.
Ein Beispiel:
...sie rennt in Panik die Strasse entlang. Ihr Highheels verfangen sich im Pflaster, doch sie stolpert weiter - nur weg von hier...
ich bin in der Story, fuerchte um das Maedel: '...nu schmeiss doch diese Schuhe endlich weg...'
...ich renne in Panik die Strasse entlang. Meine Highheels verfangen sich im Pflaster, doch ich stolpere weiter "Nur weg von hier..."
'watt? Quatsch - ick versuch doch nich uff hohen Hacken zu rennen...' und raus bin ich aus der Story

Das passiert nicht immer, aber selbst bei dem kurzen Anfang, den Du uns hier goennst, hab ich den Effekt. In der ersten Version nehme ich einfach so hin, dass Bobba Steine aufsammelt - was mag sie wohl dazu treiben? Angenehme, hingewande Neugier wird in mir geweckt. In der zweiten Version erzeugt das Sammeln eher Irritation und schafft - fuer mich - einen Hauch Distanz.

Auf jeden Fall aber liest sich der Anfang lecker!

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Re: Erzählform für einen Roman - brauche bitte eure Meinung!

Beitrag von Allysonn » Mo 5. Feb 2018, 11:13

Und nun, meine zwei Pennies im Senf:

Jein. Oder Na! Also quasi sozersägen beides.

:o

Das Problem bei Deiner Fragestellung ist: Du wirst mit jeder Version Leser erreichen. Und mit jeder Version Leser "abschrecken". Du kannst nicht beide Sparten bedienen in einem Buch. Die, die es versucht haben, wurden spätestens im professionellen Lektorat "überzeugt".

Bei der Erzählweise kommt es immer darauf an, was Du vermitteln möchtest und auch, was Dir persönlich mehr liegt.

Zum eigentlichen Text:

In der ersten Version kommt, zumindest im ersten Absatz, Idylle rüber, schwelgen in Naturschönheit... ein schwärmerischer Blick auf das Rundum. Ist das von Dir gewollt? Möchtest Du, dass der Leser auch das Umfeld wahrnimmt?

In der zweiten Version wirfst Du den Leser quasi in die Gedankengänge eines Menschen rein. Es ist völlig egal, wie postkartenmäßig die Welt rundum erscheint. Der Mensch (und mit ihm der Leser) ist von vornherein unzufrieden und hat keinen Blick für sein Rundum...

DU musst entscheiden, ob es
a. wichtig ist
b. passend ist
c. geschichtenlogisch ist
.... für den Fortgang der Geschichte. Und diese Entscheidung kann und wird Dir niemand abnehmen. Weil es sonst nicht mehr DEIN Buch wäre...


---------------------------------

Aber trotzdem: Sag, wenn das Buch rauskommt und ich kauf ein Exemplar. Und sogar zum Lesen! :ja:
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Re: Erzählform für einen Roman - brauche bitte eure Meinung!

Beitrag von Nica » Mo 5. Feb 2018, 14:09

Ich mag die erste Version viel viel lieber. Die Umgebung stand gleich bildlich vor meinen Augen, in der zweiten gar nicht.
Umgebung zu beschreiben finde ich in der Ich Erzählung total schwierig und komme als Leser oft nicht mit, weil ich ja meine Umgebung ganz anders wahrnehme. Es müsste dafür vielleicht mehr Tagebuchcharakter haben, dann macht die Beschreibung dessen, was Bobba sieht vielleicht mehr Sinn. Jetzt wirkt es auf mich ein wenig wie eine Echtzeiterzählung, als würde Bobba direkt mit mir reden und ich laufe neben ihr her und da grätscht mir meine Eigenwahrnehmung immer wieder dazwischen. Wie gesagt mit Bobba am Feuer sitzend und sie erzählt mit ihre Geschichte oder ihr Tagebuch lesend, das wäre für mich einfacher. Dann müsste aber alles in der Vergangenheit erzählt werden.

Der Mittelfinger stört mich ein wenig, für mich passt der in eine Fantasywelt nicht rein. Ich halte den für ein eher modernes Symbol.

Bitte verrate mir, wie der komplette Reim geht. In einem Buch, würde ich mich irgendwie betrogen fühlen, wenn der Reim nicht irgendwann in seiner Gänze und Schönheit da stehen würde.

Aber der Anfang ist schon sehr viel versprechend.
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Re: Erzählform für einen Roman - brauche bitte eure Meinung!

Beitrag von Pet Cat » Mo 5. Feb 2018, 15:02

Mich hat in Version 1 irritiert, dass der Tag im ersten Absatz wie eine Person eingeführt wird, dann aber nicht mehr die Rede von ihm ist. Außerdem ist er überrascht vom Getöse, aber im dritten Absatz nennst Du Bobba "eine gewohnte Erscheinung". Das hat mit dazu beigetragen, dass ich keinen Zugang zur Geschichte gefunden habe. Welche Erzählform ein Buch hat, ist mir meistens egal, aber die erste Seite muss mich mit in die Geschichte tragen. Das ist Dir mit der zweiten Variante bei mir gelungen. Ich würde gerne mehr lesen.
Übrigens gibt es auch Bücher, in denen die Erzählstile wechseln, die Hauptperson erzählt in der Ich-Form, alle anderen werden in separaten Kapiteln von einem Erzähler übernommen.
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Re: Erzählform für einen Roman - brauche bitte eure Meinung!

Beitrag von Yoro » Mo 5. Feb 2018, 16:04

Leute, ihr seid super alle miteinander, habt ganz vielen Dank! :huguall:
So viel Feedback hatte ich gar nicht erwartet, ich freu mich riesig, und ja, jedes einzelne ist hilfreich für mich.

Mir ist völlig klar, dass man es niemals allen rechtmachen kann, die Geschmäcker sind zum Glück sehr verschieden. Ich habe nur das Problem, dass ich einerseits die ich-Form auch nicht besonders mag, man andererseits damit aber die größtmögliche Nähe zu einem Charakter schafft. Und die ist in der Story ziemlich wichtig.
In der Ich-Form, wenn ich sie so beibehalten würde, würde ich die Erzählperspektive auch in die dritte Person wechseln, wenn aus der Sicht einer anderen Figur erzählt wird (kommt hier nicht so oft vor).

Ganz toll sind eure verschiedenen Eindrücke, was ihr gut findet, was euch stört und warum, das sind alles Sichtweisen, auf die man von alleine nicht kommt.
Ganz toll finde ich auch, dass es niemand wirklich schlecht findet und der Anfang 'Lust auf mehr' macht, das ist beim Schreiben auch immer so eine Nagelkau-Frage, die man sich niemals selber beantworten kann.

Mir ist Version 1 zu 'gewöhnlich' und tatschlich ein bißchen zu umständlich, während Version 2 ein bisschen zu peppig auftritt. einen Mittelweg, wie Cellar hier anspricht, fände ich mittlerweile optimal.

Der Anfang ist sowieso der Teil, den man am häufigsten überarbeitet, ich werde mich also mal dransetzen und sehen, wie ich das ändere. Irgendwelche Interessenten hier, die das Ergebnis dann sehen wollen?

Draci, bin ich wirklich in den Zeiten geswitched? Asche auf mein Haupt, das passiert mir normalerweise nichr. Kannst du die Stellen vielleicht benennen? Ich sehe sie einfach nicht, wohl mal wieder ein echter Fall von Betriebsblindheit :verlegen:

Nica, der Reim ist komplett, du mußt einfach die fünf Zeilen aneinanderhängen. Aber hier für dich nochmal:

Zu Thorlagard, wo Drachenschwingen
euch einst gebracht an diesen Ort.
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dann erst dürft ihr wieder fort.

... und er ist tatsächlich mehr als nur ein Kinderreim oder Bobbas Orakel ;).

Auf alle Fälle nochmals euch allen gaaaaaanz vielen lieben Dank, ihr habt mir wirklich geholfen! :liep: :huguall: :liep:
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Re: Erzählform für einen Roman - brauche bitte eure Meinung!

Beitrag von Sibylle » Mo 5. Feb 2018, 16:29

Yoro hat geschrieben:
Mo 5. Feb 2018, 16:04
Irgendwelche Interessenten hier, die das Ergebnis dann sehen wollen?
:meld:

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Re: Erzählform für einen Roman - brauche bitte eure Meinung!

Beitrag von adDraconia » Mo 5. Feb 2018, 16:52

Yoro hat geschrieben:
Mo 5. Feb 2018, 16:04


Draci, bin ich wirklich in den Zeiten geswitched? Asche auf mein Haupt, das passiert mir normalerweise nichr. Kannst du die Stellen vielleicht benennen? Ich sehe sie einfach nicht, wohl mal wieder ein echter Fall von Betriebsblindheit :verlegen:

Ich werd gleich mal im Edit versuchen, die Zeilen hier rein zu kopieren.
Kann aber auch sein, dass ich mich da komplett irre, es ist nur so ein Gefühl, dass etwas nicht ganz passt :;:
(Hab mich mal dadurch mit ner Deutschlehrerin angelegt und eine halbe Stunde diskutiert. Am Ende hatte ich recht :cool: Aber das soll dich hier nicht betreffen :;: )

Achja..bevor ichs vergesse, tu ich das mal Sybille gleich: :meld:


Soo..EDIT:

Zitat 1:
Ein eisiger Wind pfeift um die Hausecken; er verbreitete den Geruch von Schnee, und jene Art von Kälte, die einem tief in alle Knochen zu kriechen scheint. Vielleicht wäre das zusätzliche Schafsfell, das meine Mutter mir aufschwatzen wollte, doch keine so schlechte Idee gewesen? Bei diesem Gedanken loderte die Wut gleich einer wohlig wärmenden Flamme durch meinen Körper.

Ich hab die beiden betreffenden Wörter mal gefettet, einfach das "e" am Ende weg und alles ist gut :;:
Wenn du schreibst: "....den Geruch von Schnee verbreitend und jene Art von Kälte..." liest es sich dann glaub ich flüssiger. In meinen Augen jedenfalls.

Zitat 2:
Soeben schickte die Sonne ihre ersten, vielversprechenden Strahlen über Frostrachens Kiefer, die Gipfel des Gebirgszuges, welcher das gesamte Tal umschließt.

Hier hab ich es auch wieder gefettet :;: Das muss auch in die Gegenwart, denn sonst liest es sich, als ob die Sonne wild mit Strahlen schiesst (überspitzt gesagt und auch nur mein Bauchgefühl :;: )

Zitat 3:
Wenn ich dabei einmal pro Zeile ein Stückchen Moosquarz zu finden,

Äh.. nicht wundern. Ist kein Zeitenswitch, aber irgendwie fehlen hier Worte?

Zitat 4:
Panik streckte ihre gierigen Krallen aus

Auch hier wieder, dass muss in die Gegenwartsform, denn sonst kommt der Leser in Todder :;:

Ich hoffe, du nimmst mir das nicht übel Yoro, denn es sieht aus, als hätte ich deinen Text total zerpflückt.
Aber in Sachen "formulieren" habe ich doch manchmal echt kräftig einen an der Waffel :verlegen:
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Re: Erzählform für einen Roman - brauche bitte eure Meinung!

Beitrag von Nica » Mo 5. Feb 2018, 17:17

Danke für den Reim! Dachte ich mir schon, daß der nicht nur so dahin gesagt ist. Ich mag soetwas.
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Yoro
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Re: Erzählform für einen Roman - brauche bitte eure Meinung!

Beitrag von Yoro » Mo 5. Feb 2018, 17:22

Draci, stimmt, du hast völlig recht. Da es gleichzeitig passiert, muß es ins Präsens. Danke dir, ich hab das echt nicht gesehen.

Dafür ist die Konstruktion 'etwas machend' (wäre hier 'den Geruch von Schnee verbreitend' ...) etwas, was ich vermeide, wo es nur geht. Das ist in gewisser Weise eine eingedeutschte englische Continuous-Form (spreading the smell of snow ...), die man immer häufiger liest und bei dem sich meinem Sprachgefühl die Nackenhaare aufstellen *g*. Im Englischen klingt sie großartig, im Deutschen finde ich sie immer irgendwie gestelzt.

Tante Edit: Draci, mach dir da keine Sorgen, ich bin wirklich froh und dankbar, wenn man meinen Text zerpflückt und dabei Sachen aufzeigt, die ich übersehen habe. Ohne Kritik entwickelt man sich nunmal nicht weiter.
Zuletzt geändert von Yoro am Mo 5. Feb 2018, 17:46, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Erzählform für einen Roman - brauche bitte eure Meinung!

Beitrag von CellarDoor » Mo 5. Feb 2018, 17:31

Sibylle hat geschrieben:
Mo 5. Feb 2018, 16:29
Yoro hat geschrieben:
Mo 5. Feb 2018, 16:04
Irgendwelche Interessenten hier, die das Ergebnis dann sehen wollen?
:meld:
:happyjump: ich auch, ich auch, büüüüdde

Mach doch nen Fred auf und immer wenn du stecken bleibst helfen wir weiter!
Total uneigennütz - EHRLICH!!!
:verlegen:
Dann ist das Buch schneller fertig ud schneller bei mir und ich kann endlich wieder was gutes schmökern

adDraconia
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Re: Erzählform für einen Roman - brauche bitte eure Meinung!

Beitrag von adDraconia » Mo 5. Feb 2018, 17:34

Ah ok..
Das mit der Continuous-Form wusste ich auch noch nicht. Mich hat es bislang nicht "gestört" in Büchern.
Stimmt schon, es kommt gestelzt rüber. Danke für die Erklärung :)

Freut mich, dass ich ein wenig helfen konnte :;:
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Re: Erzählform für einen Roman - brauche bitte eure Meinung!

Beitrag von Nasturtia » Mo 5. Feb 2018, 17:56

Mir gefällt Variante 1 besser. Erstens, weil ich die "Ich-Form" in Büchern nicht so mag, und zweitens hier in dem speziellen Fall, weil es in der Ich-Form irgendwie so "umgangsprachlich" wirkt. Ich weiß, das ist bestimmt so gewollt, aber ich persönlich finde es anstrengend zu lesen.
Und was mir noch aufgefallen ist... Bobba will wahrscheinlich bei jeder Wiederholung des Verses einen Moosquarz finden, nicht bei jeder Zeile, oder?

Ansonsten: Ich will jetzt wissen, wie es weitergeht :ja:

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