Ich bin zu alt für diesen Scheiß

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Ich bin zu alt für diesen Scheiß

Beitrag von Timberell » Do 25. Okt 2012, 08:34

Manchmal fühle ich mich in Rollenspielkreisen wie ein Methusalem.
Hab selbst mit ca. 14 angefangen und äh .. nunja, das ist jetzt zwanzig Jahre her.  :red: Wenn ich mich dann mit anderen Rollenspielern unterhalte und die dann so erzählen, dass sie wegen Herrn der Ringe mit dem Rollenspiel angefangen haben (und den Film meinen!), keine DSA-Kästen von Schmidt-Spiele besitzen, oder gar keine regelboxen von DSA sondern nur Hardcover, nicht wissen, weshalb die RatCon heißt, nicht verstehen können, dass das Briefspiel damals WIRKLICH per Post gespielt wurde, die Flügelhelmzeit nicht mitgemacht haben, dann fühle ich mich noch richtig alt.
Ich habe Herrn der Ringe gelesen und zwar in der alten Übersetzung, ich weiß noch, dass es ein Rollenspiel namens Ruf des Warlock gab, ich hab DSA gespielt, als man gerade angefangen hat, Talentwerte einzuführen.
Irgendwie hab ich das Gefühl, dass es damals, weiß nicht, familiärer war? Rollenspiel ist irgendwie so Mainstream  :;: geworden. Meine Mutter hielt das damals noch für eine Sekte. Selbst im Unterricht wurde gespielt mit hin und her geschobenem Heft unter der Bank (blöd nur, dass es uns der Lehrer mal abgenommen hat, man war das peinlich  :red:). Auf der RatCon kannte man sich irgendwie näher, weil ja auch die alten Hasen selbst mal angefangen hatten, deren Charaktere irgendwann offiziell wurden und .. naja, man hatte nicht das Gefühl, dass irgendwelchen großen Redakteure magische Geschichten ausdenken, sondern konnte nur die Augen rollen wegen dem, was Raidris Spieler da sich traute, offiziell zu machen  :rolleyes: . Nicht zu vergessen das Solo-Abenteuer mit Borbarads Raumschiff, die Borbarad Kampagne, die damals irgendwie angefangen hat, ohne dass die Redakteure Plan hatten wie es überhaupt weitergehen soll (Gott sei dank, wurde DIE neu überarbeitet  :gg:).
Oder die lustigen gespräche, wenn man Spielekumpels fragte, wann die neue Spielhilfe rauskam und die meinten "Äh ja, Abgabeschluss war vor zwei Wochen, da muss ich mich echt mal dransetzen, damit mein beitrag fertig wird"  :;:

Ich fands früher schöner, ich fands toll, komisch zu sein, doof angekuckt zu werden, wenn ich meine Magierbox umhertrug (vorne drauf war ein Magier, der einen Dämonen beschwor) und jetzt, jetzt kann man in tausend Läden Rollenspielsachen kaufen, man kann jederzeit im Internet shoppen, man hat gar nicht mehr das Gefühl zu einer kleinen Gruppe durchgeknallter Nerds zu gehören.
Ich bin gerne ein Nerd, aber scheinbar bin ich jetzt nur ein Rollenspiel-Senior, der über die guten alten Zeiten redet.
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Tumana

Re: Ich bin zu alt für diesen Scheiß

Beitrag von Tumana » Do 25. Okt 2012, 08:55

Hm.

Ich kann verstehen was Du meinst - aus andern Bereichen :lol: so ist das Leben, Evolution! Wir entwickeln uns weiter.
Und dann stellt sich die Frage: was wenn ich heute anfangen möchte mit Rollenspiel?
Ich hab ja gar keine Chance "wie früher".... weisst was ich meine?

Ich find's gar nicht schlecht ist die Ernsthaftigkeit gewichen. Man kann leichter wieder davon weggehen.

Aber warum Du es als Fäkalie betitelst wo Du es doch gerne magst (?) ist mir ein Rätsel :lol: oder bist Du eine Fliege? Die mögen das ja :bungee:
(kann nicht widerstehen, will nicht widerstehen... sorry :gg:)

Cupcake

Re: Ich bin zu alt für diesen Scheiß

Beitrag von Cupcake » Do 25. Okt 2012, 08:56

Mainstream...genau das richtige Wort... :(:

Aber zu alt sind wir nicht.
Ich habe nur das Gefühl das ich zb. anscheinend zu anspruchsvoll bin für "die Jugend von heute".
Ich muss nicht immer hopp hopp und mach vorran und sofort und gleich.
Bei mir darfs auch mal ne Woche dauern ehe die Schatzkammer geplündert ist  :gg:
Aber so ist das anscheinend heute und das in allen Bereichen.
Ich habe sogar aufgehört MMORPGs zu spielen weil es mir zu Mainstream geworden ist  :(:
DSA, da habe ich wirklich alles Boxen besessen und dann kam das 4er und das Ende meiner Truppe  :sad:
Ich wünschte ich würde nochmal diese "lustigen Zeiten" erleben...
Geht halt schneller weiter das Leben als einem lieb ist  :;:
Jaja....und ich bin noch älter als du Timber  :gg: und auch ich liebe das Nerd dasein, aber das ist heute was anderes als noch vor 10 Jahren.

Komm einem heute mal mit einen Stift und Zettel ^^
DSA spielt man mit Laptop und weis der Geier was nicht alles  :O_o:

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Re: Ich bin zu alt für diesen Scheiß

Beitrag von Timberell » Do 25. Okt 2012, 08:59

Tja Tumana, ich hab einfach zuviel Lethal Weapon gekuckt und fühl mich in dem Fall wie Murtaugh.

Hoffe natürlich, ich ziehe hier damit nicht das allgemeine Niveau runter.  :;:

@Cupcake: DSA spielt man mit Laptop??  :O_o: :O_o:

Wir benutzen auch heute noch in unserer über zehnjährigen DSA-Runde nur Papier-Charakterbögen und Bleistift (Werte müssen ja schließlich ein- und ausgetragen werden können). Charakterblatt wird nur dann neu geschrieben, wenn es an manchen Stellen kaputt radiert ist.  :gg:
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Cupcake

Re: Ich bin zu alt für diesen Scheiß

Beitrag von Cupcake » Do 25. Okt 2012, 09:07

Und genau diese Charakterblätter haben einige Gruppen auf dem Schleppi....
Inklusive Geräuschkulisse , interaktiven Karten ect pp und was weis ich nicht alles...  :rolleyes:
Das schlimmste was ich je gesehen habe war ein "Würfelprogramm"
Also uns waren früher unsere Würfel heilig  :evil:
Mit Phantasie ist da nimmer viel  :sad:
Zuletzt geändert von Cupcake am Do 25. Okt 2012, 09:08, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Ich bin zu alt für diesen Scheiß

Beitrag von Timberell » Do 25. Okt 2012, 09:13

Also Würfel müssen doch mit der hand gewürfelt werden.
Ich hab für manche Talentproben eigene Würfel, eigene Würfel für Angriff und eigene für den Schaden. Und KEINER fasst Würfel von jemand anderem an.

Außerdem ist es sooo schön, im Würfelbeutel zu wühlen, find ich, auch wenn ich ja eigentlich viel zu viele hab.  :gg:
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Re: Ich bin zu alt für diesen Scheiß

Beitrag von MataHari » Do 25. Okt 2012, 10:50

:liep: Ach, geht das einem nicht immer so? Egal ob Rollenspiel oder etwas anderes.

Vielleicht bist du auch nur in einem sehr rollenspielerischen Umfeld? Wenn ich mich manchmal mit jemanden darüber unterhalte, dann denken sie
a) an Konsolenspiele
b) an Dinge auf der Reeperbahn
c) an Kindergärten
So wirklich wie Mainstream kommt mir das nicht vor.  :lol:

Und auch das Alter: Auf einem Einladungscon ist der Älteste über 60, der DCC hat einen Altersdurchschnitt um die 40. Und immer mehr bringen ihre,  schon spielenden Kinder mit. Von den ganzen kleinen Noch-Nicht-Spielern mal abgesehen.

So lange, wie es Rollenspiel gibt, kann ja garnicht jeder dabei sein. Und wer später anfängt weiß halt nicht, wie es früher war.
Ok, da nervt es mich auch manchmal, wenn halbe Kinder kommen und mir erzählen, wie toll sie sind und wie lange sie schon spielen würden. Aber das Phänomen hast du ja nicht nur beim Rollenspiel. Versuch mal jemanden, der mit immer verfügbaren Internet aufgewachsen ist zu erklären, wie das mit dem C64 funktionierte. Oder, dass es Kameras gibt, die nicht sofort digital ein Bild anzeigen. :rolleyes:
So jemand kann auch rollenspielen und muss, weil er nicht das "Früher" kennt, nicht schlechter sein als Ältere. Vielleicht anders, teilweise, aber oft eher deshalb, weil sie nichts anderes kennen. Ich leite einen  dreistellige Anzahl Runden im Jahr und merke keinen Unterschied im Spielstil, am Alter und der Erfahrung gemessen. Ok 15jährige sind etwas anders aber ehrlich gesagt haben wir mit 15 auch anders gespielt als jetzt, oder?  :;:

Würfel stehen immer noch hoch im Kurs, auf den Cons, auf denen ich bin.  :D: Aber je mehr Sci-Fi ein System ist, desto beliebter sind auch zusätzliche Technik-Spielsachen. Mein Mann hat für Shadowrun eine Würfel-App programmiert. Ich kenne auch ganz viele Leute, die die nutzen. Oder zumindest haben. Denn im normalen Spiel hat eigentlich jeder seine Würfel dabei (die dann auch natürlich niemand anders kaputtwürfeln darf). Aber Apps sind ja toll und man könnte die ja eventuell irgendwann nutzen.
Genau wir Computer-Charakterbögen. So viele, die ich kenne, schreiben ihre Charaktere auf dem Rechner. Weil es dann gedruckt werden kann (und keine doofe Schrift zu schreiben und entziffern ist) und weil viele Programme bei der Charaktererschaffung das Punkterechnen übernehmen.
Ich habe eine feste Gruppe voller technikliebender Informatiker. Alles, was , es an Spielzeug gibt haben sie. Auch natürlich den digitalen Bogen auf dem Handy, Digitalwürfel, Regelwerke als pdf, Sounddatei und vergrößerbare IPad-Handouts. Gewürfelt und radiert wird trotzdem.

(und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Redakteure immer noch keinen Plan haben, was sie denn da machen  :;: )
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Ich habe auch Gummipunkte, juhu!

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Re: Ich bin zu alt für diesen Scheiß

Beitrag von Tinie Lloyd » Do 25. Okt 2012, 10:57

Hm, also wir benutzen Laptops um die Charaktererstellung einfacher zu machen und unser Meister (ist Informatiker :gg: ), um die Wahrscheinlichkeiten für Ereignisse anzupassen und dann entsprechend zu würfeln (per Skript). Ich finde das nicht schlimm, aber das ist ja Geschmackssache. Ich kann mir vorstellen dass ich in 10 Jahren mich auch beschweren werde dass etwas nicht mehr so ist wie es einmal war. Ich finde DSA im Moment toll wie es ist (sobald sich unsere Gruppe mal zusammengerauft hat :rolleyes: ), weil ich es auch nicht anders kenne(n kann). Und zu alt zum Spielen ist man meiner Meinung nach nie :gg: Vielleicht findest du ja gleichgesinnte und ihr spielt dann in Ruhe auf die alte Weise :;:

Noch eine Frage: Wie kann man DSA im Unterricht spielen? Das interessiert mich brennend :gnagna:
Ever tried, ever failed.
No matter.
Try again.
Fail again.
Fail better.

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Re: Ich bin zu alt für diesen Scheiß

Beitrag von destinydamon » Do 25. Okt 2012, 11:13

Also ich hab den ganzen Fred gelesen und versteh ja mal KEIN WOrt :gg:
Wie es dir geht, kann ich allerdings nachvollziehen. ICh erwisch mich ganz oft bei dem Gedanken, das müssen meine Eltern gemeint haben, als sie sagten, wart mal ab bis du so alt bist....

Und die NEUE DIY Welle, ich war also ein Vorreiter mit meinem Selbermachwahnversuch und plötzlich bin ich nach 20 Jahren Kampf nicht mehr albern, geizig und lauf mit hässlichen selbstgemachten (Schmuck)Stücken rum, sondern IN?
Da kann ich nur lachen. Und genauso hat sich die NErdschiene entwickelt. Was haben sie alle über den jungen Mann in der Garage gelästert mit seinen Bauversuchen un dheut ist Billy der reichte MAnn der Welt :inlove:

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Re: Ich bin zu alt für diesen Scheiß

Beitrag von Madman-Maniac » Do 25. Okt 2012, 12:06

*lol* Wenn es früher alles besser war, warum kaufen Eltern ihren Kindern dann die neuen Sachen und zeigen ihnen nicht erst wie es damals lief? Eine große Rolle spielt die Erziehung in dem Fall. Eltern beschweren sich, dass ihre Kleinen den ganzen Tag vorm Computer oder der Konsole abhängen. Aber wer hat ihnen das erlaubt? Und wer hat ihnen diese Dinge bereit gestellt?

Außerdem gibt's immer noch reichlich Rollenspieler, die auf Papier-Charakterbögen und echte Würfel bestehen.

Wobei... gegen Charakterbögen auf dem Laptop und Soundeffekte hätte ich nichts einzuwenden. Papier sparen ist immer gut ;) Und mit entsprechend gestalteten Formularen ließen sich sogar Fehler und Schummeleien vermeiden. Würfelprogramme mag ich aber auch nicht. Es gibt so schöne Würfel.

Alles entwickelt sich weiter. Und mittlerweile ist es total in ein Nerd zu sein. Dumm nur, dass viele einfach nur Hipster sind. Der Markt macht mit. Statt Regelwerke lesen zu müssen, bekommt man von Computerprogrammen alles vorgekaut. Das gibt's auch in anderen Bereichen: Früher musste man in Spielen vieles selbst herausfinden. Heute wird einem jede Bewegung diktiert. Diesem Strom muss man aber nicht folgen. Die Klassiker gibt's immer noch zu Hauf.

Dass du behauptest dafür zu alt zu sein, wundert mich. Ich weiß nicht wie ich diese Aussage interpretieren soll. Ganz besonders unter dem Gesichtspunkt, dass dir Rollenspiele eigentlich Spaß machen (oder gemacht haben). Wenn du einfach so das Handtuch wirfst, hat der Mainstream gewonnen.

Sei lieber froh darüber, dass man heute nicht mehr ganz so schief angeguckt wird, wenn man mit Sammelkarten in der Hand herumläuft, oder einen Rucksack voller Regelwerke dabei hat etc. (Echte) Nerds und Geeks sind nicht mehr so sehr die Außenseiter wie früher. ;)
Keine generierten Signaturen bitte. Das klappt nicht. Danke.

Xulinn
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Re: Ich bin zu alt für diesen Scheiß

Beitrag von Xulinn » Do 25. Okt 2012, 13:00

Also ich fühle mich nicht zu alt. Bin jetzt 55 und spiele seit ca 22 Jahren Rollenspiele. Mein Mann sogar noch einiges länger. In dieser Zeit sind immer wieder junge Spieler dazu gekommen und jetzt spielen wir in Gruppen mit Spielern zwischen 19 und Mitte 60. Allerdings nicht DSA.
Jetzt spielt auch meine jüngere Tochter und selbst ihre Freunde finden mittlerweile, dass das bei näherer Betrachtung gar nicht albern und doof ist, sondern die Phantasie anregt. Und schon sitzen sie da, erstellen sich einen Charakter mit Stift und Papier, denken sich liebevoll Hintergrundgeschichten dazu aus und sind dabei!
Ob man technische Hilfmittel beim Erstellen benutzt oder sich durch fünf Bücher seine Sachen zusammensucht, ist doch Geschmackssache.
Ich mag heute auch nicht mit dem Waschbrett und dem Bottich waschen, obwohl das meine Mutter noch musste.

Ich hab schon von manchem, der vom Computerspiel zum pen and paper kam gehört, dass letzteres viel mehr Spaß macht, weil man viel mehr gestalterische Freiheit hat!

Der technische Fortschritt muss nicht zwangsläufig die Phantasie zerstören. Man braucht  ihn doch nur als das zu sehen, was er einmal sein sollte: ein Hilfsmittel um mehr Muße für die interessanten Sachen zu haben.

Und warum soll alles nur auf einen kleinen, exklusiven Kreis beschränkt sein?

Es ist doch mit allen Dingen so, über die sich der Mensch ausdrückt, sei es Musik, Kunst oder Literatur, oder auch Kunsthandwerk. Es beginnt im Stillen und zieht immer größere Kreise.

Darüber sind wir doch auch nicht unglücklich, oder? :;:  Sonst hätten wir doch gar kein schnugis, und das wäre jammerschade!  :huguall:

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Re: Ich bin zu alt für diesen Scheiß

Beitrag von keltoi » Do 25. Okt 2012, 20:09

Da muss ich meiner Mam absolut recht geben. :kiss:

Ist das echt schon wieder so lange her? WOW! Ich erinner mich noch gut an unsere erste "Runde" - Wir zwei mutterseelenallein im Hügelgrab von Caetharlach... *seufz*
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Re: Ich bin zu alt für diesen Scheiß

Beitrag von Timberell » Mi 31. Okt 2012, 20:52

Ich fand es damals einfach irgendwie, weiß nicht genau, familiärer.
Vielleicht liegt es auch daran, dass mir selbst ganz persönlich das Rollenspiel darüber hinweggeholfen hat, der ewige Außenseiter zu sein.
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Re: Ich bin zu alt für diesen Scheiß

Beitrag von vierundachtzig » Mo 25. Feb 2013, 02:03

*Wühlt in alten Unterlagen* Wow, bei mir sind's auch schon rund 19 Jahre. Habe mit DSA angefangen, das war wohl gerade kurz nachdem die 3. Edition raus kam. Die Borbaradkampagne mit der langen Veröffentlichungspause durch die Insolvenz von Schmidt-Spiele hätte uns beinahe das Rückgrat gebrochen. Da steckten wir mitten in dieser epischen Story drin und es ging für über ein Jahr nicht weiter! Zwischenzeitlich haben wir uns mit einer alternativen Heldengruppe über Wasser gehalten, die aber nicht so toll war. Trotz aller ungehobeltheiten waren die Abenteuer aber einfach genial (zumindest zum Großteil) und das Ende grandios. Ich würde aber trotzdem zu gerne mal die Neuauflage ausprobieren.

Brief-Spiel mit der guten alten Schneckenpost war schon was anderes als e-mail oder Diskussionsforen (so gerne ich Foren mag!). Es fühlte sich einfach sehr viel persönlicher und authentischer an. Wenn eine einzelne Nachricht ein paar Tage braucht um an zu kommen und dann auch noch Porto kostet macht man sich beim Schreiben ganz automatisch mehr Mühe.

Ach ja... und handgeschriebene Heldenbögen... In meinem Fall wirklich komplett handschriftlich in einem Notizbuch da mir sämtliche vorgedruckte Bögen zu unübersichtlich waren. Wobei wir auch ein selbst programmiertes Programm zur Wahrscheinlichkeitsberechnung von Talentproben hatten (der Programmierer ist heute Doktor der Mathematik). Das haben wir während des Spiels aber nie benutzt. Ein Laptop hatte damals keiner und der PC stand im anderen Zimmer...

Es hat mir das Herz gebrochen als Ugurcan Yüce ans Cover-Künstler abgelöst wurde. Der unnachahmliche Großmeister der muskelbepackten und flügelbehelmten Helden! Sein Stil wird für mich auf Immer synonym mit DSA bleiben, alles andere sieht einfach "falsch" aus!

Naja, irgend wann war's dann leider zu Ende, als die Spieler nach und nach durch Beruf und Studium in alle Welt zogen und die Gruppe auseinanderbrach. Seit rund 10 Jahren sitze ich jetzt quasi auf dem Trockenen und bekomme die Pen&Paper-Welt nur noch am Rande mit. Seit dem halte ich mich mit gelegentlichen Forenrollenspielen und dergleichen über Wasser. Und wenn die auch ihren eigenen Charme haben, es ist halt doch nicht das selbe.

Aber was soll's, man muss halt mit der Zeit gehen. Vor ein paar Jahren habe ich erst ganz dumm geguckt als ich Drakensang mit der 4. Regeledition in die Finger bekommen habe. Aber ich muss sagen, vieles daran hat doch mehr Hand und Fuß als die alten Regeln. Früher war halt doch nicht alles besser.

P.S.: Hallo, ich bin wieder da! :wink:
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