Dialekte - ratet, wie das heißen soll!?

Ganz schön rätselhaft ;-)
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Re: Dialekte - ratet, wie das heißen soll!?

Beitrag von keltoi » Sa 2. Dez 2017, 22:54

Aber dann ist doch die Interpretation von Drachentanz "Miesepeter / Pessimist" durchaus korrekt, oder?
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Re: Dialekte - ratet, wie das heißen soll!?

Beitrag von doro-patch » Sa 2. Dez 2017, 23:09

Hmm, ein Miesepeter ist für mich eher einer der alles was aktuell läuft schlechtreden muß aber nicht gruselig in die Zukunft kuckt.

Pessimist vielleicht schon eher, aber der Spökenkieker übertriebt es übermäßig ist also eher noch eine Steigerung davon.

Ein Beispiel wäre die "Krösa Maya" aus dem "Michel aus Lönneberga" von Astrid Lindgren.

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Re: Dialekte - ratet, wie das heißen soll!?

Beitrag von Weazzy » So 3. Dez 2017, 00:06

Doro, bei aller Liebe.
Aber es gibt für viele Worte verschiedene Interpretationen.

Mein Beitrag, war eine Zusammenfassung aus all den Beiträgen, die die Mädels zu vor assoziiert hatten und die Du nicht gelten ließt. Und dann auf einmal doch.

Grundsätzlich rate ich lieber mit, als es mir einfach zu machen (weil wo ist denn da der Spaß?), aber ich habe jetzt einfach mal nachgeschaut, um hier mal Klarheit zu schaffen.

Wikipedia sagt folgendes zu Deinem Ausdruck:

Als Spökenkieker werden im westfälischen und im niederdeutschen Sprachraum, speziell im Emsland, Münsterland und in Dithmarschen, Menschen mit „zweitem Gesicht“ bezeichnet. Der Begriff Spökenkieker kann dabei in etwa mit „Spuk-Gucker“ oder „Geister-Seher“ übersetzt werden. Spökenkiekern wird die Fähigkeit nachgesagt, in die Zukunft blicken zu können. Typisch für die Spökenkiekerei ist die Vorhersage unheimlicher und Angst machender Dinge wie schwerer Krankheit, Tod oder Krieg.

Im Zuge der Traditionspflege wurde dem Spökenkieker in der münsterländischen Stadt Harsewinkel 1962 ein Denkmal gesetzt. Ein weiteres Denkmal befindet sich im Mühlenhof-Freilichtmuseum in Münster. Die Bronzeplastik Spökenkieker (Vorahner, Vorschauer) von Rudolf Breilmann, eine Stiftung der Vereinigung Niederdeutsches Münster, erinnert hier an die Menschen im Münsterland, die Ereignisse „vorhersehen“ konnten.
Mit leicht spöttischem Anklang wird der Begriff Spökenkieker im heutigen Sprachgebrauch teilweise auch für Pessimisten und Schwarzseher benutzt, auch wenn diesen jegliche Gabe zur Vorhersage zukünftiger Ereignisse fehlt.



Und egal,
ich finde auch, Deichkatze stellt das neue Wort :kiss:

LG, Weazzy
Man fällt nicht über seine Fehler. Man fällt immer über seine Feinde, die diese Fehler ausnutzen.
(Kurt Tucholsky)

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Re: Dialekte - ratet, wie das heißen soll!?

Beitrag von Deichkatze » Mo 4. Dez 2017, 16:01

Doro hat recht mit der Abstufung, ein Miesepeter ist noch etwas anders als ein richtiger Spökenkieker.
Ein Spökenkieker hat für seine Spökenkiekerei, wie es hier in Hamburg heißt, nicht mal eine Faktengrundlage, es ist mehr ein "was wäre wenn". Wie ich schon schrieb, die "alte Unke" trifft es sehr gut als Umschreibung. :gg:

Da meine Verwandtschaft im Brandenburger Raum angesiedelt ist, mein neues Wort:

Wer oder was sind Bollenpiepen? :gacker:
Liebe Grüße von Julia! :pukin: :pukin: :pukin:
:b-cat:

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Re: Dialekte - ratet, wie das heißen soll!?

Beitrag von doro-patch » Mo 4. Dez 2017, 16:30

Ich versuchs mal: Muskelkater?

Weil die Oberschenkel kennen die Münsterländer als Bollen und wenns piept könnte das für kneifen gemeint sein. Und ein Muskelkater kneift ganz schön dolle.

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Re: Dialekte - ratet, wie das heißen soll!?

Beitrag von Deichkatze » Di 5. Dez 2017, 06:43

Nein, leider die ganz falsche Richtung. :D:
Liebe Grüße von Julia! :pukin: :pukin: :pukin:
:b-cat:

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Re: Dialekte - ratet, wie das heißen soll!?

Beitrag von gomi » Mi 2. Mai 2018, 09:55

Hm, ich schubs hier mal was hoch
Bollen sind im Niederländischen Brötchen - Aber was piepen die, Krümel vielleicht!?
Brötchenkrümel?
Bollen im Schwarzwald sind doch da aufm Hut!?
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht.
Konrad Adenauer (OB Köln, Bundeskanzler)

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Re: Dialekte - ratet, wie das heißen soll!?

Beitrag von doro-patch » Mi 2. Mai 2018, 13:33

Sind Bollenpiepen evtl. ein Gebäck?

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Re: Dialekte - ratet, wie das heißen soll!?

Beitrag von Pet Cat » Mi 2. Mai 2018, 17:31

Bollen kenne ich auch aus dem Niederländischen, aber als rundes Teilchen. Rund passt zu den schwarzwäldischen Bollen. Wenn es rund bedeutet, dann könnten es auch Knollen sein und wenn die piepen oder piepen verursachen, sind es vielleicht Zwiebeln? Oder Bohnen, die Blähungen verursachen?
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Re: Dialekte - ratet, wie das heißen soll!?

Beitrag von NerdGorgon » So 6. Mai 2018, 11:28

Ich find die Bohnen eine witzige Erklärung.
Falls die es aber doch nicht sein sollten, rate ich mal... das weiche Innere von Brötchen?
Bild Erschaffe selbst, was längst existieren sollte.

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Re: Dialekte - ratet, wie das heißen soll!?

Beitrag von Deichkatze » Fr 18. Mai 2018, 12:39

...kein Gebäck
...keine Bohnen
...keine Krümel

Zwiebeln... nicht schlecht. Aber noch nicht so ganz! :D
Liebe Grüße von Julia! :pukin: :pukin: :pukin:
:b-cat:

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Re: Dialekte - ratet, wie das heißen soll!?

Beitrag von doro-patch » Fr 18. Mai 2018, 19:12

Hmm. Zwiebeln kommen oft in Verbindung mit Kartoffeln vor? Ist es evtl. ein Kartoffelgericht?

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Re: Dialekte - ratet, wie das heißen soll!?

Beitrag von Nasturtia » Fr 18. Mai 2018, 20:45

Oder eine spezielle Art Zwiebeln? Blumenzwiebeln? Frühlingszwiebeln?
Oder so ähnlich wie Zwiebeln? Knoblauch vielleicht?

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